Die BAUM e.V. Jahrestagung 2026 in Rust hat gezeigt: Es gibt nicht die eine Lösung. Aber es gibt viele Menschen, Organisationen und Unternehmen, die gemeinsam an konkreten nächsten Schritten arbeiten.
Unter dem Leitmotiv „Confiance en Europe – Zuversicht in Europa. Risiken meistern, Chancen nutzen“ wurde diskutiert, zugehört, hinterfragt und weitergedacht. Besonders der zweite Veranstaltungstag mit seinen Pecha-Kucha-Impulsen, Lösungslabs und Networking-Formaten hat dafür einen starken Rahmen geschaffen.
Auch BAUM Consult war aktiv dabei: Lena Strasser und Jasmin Dorner haben jeweils ein Lösungslab gehostet.
Nachhaltigkeitskommunikation unter EmpCo: Leiser treten oder durchstarten?
Im Lösungslab von Lena ging es gemeinsam mit Daniel Kendziur von SKW Schwarz um die Frage, wie Unternehmen mit den neuen Anforderungen an Nachhaltigkeitskommunikation umgehen können.
Nach einem spannenden Impuls von Verena Jasper, Head of Corporate Responsibility bei bonprix, zum Umgang mit dem digitalen Produktpass ging es direkt in die Diskussion: Welche kurz-, mittel- und langfristigen Lösungen braucht es für eine rechtskonforme und zugleich wirksame Nachhaltigkeitskommunikation?
Die Perspektiven waren vielfältig: aus Journalismus, Vertrieb, Beratung, Kompensation, CSR und Marketing und aus ganz unterschiedlichen Branchen. Genau dieser Austausch hat deutlich gemacht: Nachhaltigkeitskommunikation wird nicht leiser. Sie wird präziser, belastbarer und strategischer und damit zu einem wirksamen Hebel im Wettbewerb.
Beyond Double Materiality: One Topic, Two Lenses
Im Lösungslab von Jasmin Dorner gemeinsam mit der DRF und Hannah Witting, CEO von B.A.U.M. Consult, ging es um die Frage, wie ESG-Risiken, Chancen, Wirkungen und Systemwertschöpfung im Risikomanagement zusammengeführt werden können.
Gemeinsam mit Thomas Lehmann, Stefanie Chwolka und Tanja Sommer wurde diskutiert, wie sich Risiken nicht nur aus einer einzelnen Unternehmensperspektive betrachten lassen. Entscheidend ist vielmehr der Blick durch zwei Linsen:
– Welche Auswirkungen hat ein Thema auf das Unternehmen?
– Welche Auswirkungen hat das Unternehmen auf Umwelt, Gesellschaft und Systeme?
Die Diskussion zeigte: ESG-Risiken lassen sich besser bewerten, wenn sie mit Wirkungen, Chancen und Wechselwirkungen verbunden werden. Dafür braucht es bereichsübergreifende Zusammenarbeit, neue Perspektiven und ein Risikomanagement, das nicht an Abteilungsgrenzen endet.
Unser Fazit:
Die Verbindung von Outside-in- und Inside-out-Perspektive kann helfen, Risiken früher zu erkennen, Chancen besser zu nutzen und Nachhaltigkeit stärker in die Unternehmenssteuerung zu integrieren.
Viele Impulse, viele nächste Schritte
Die BAUM-Jahrestagung hat unterschiedliche Themen miteinander verbunden: Demokratie, Wärme, Resilienz, Dialog, Akzeptanz und die nächsten Schritte für Unternehmen. Sie hat Erfolge sichtbar gemacht, aber auch offen benannt, wo noch Arbeit vor uns liegt.
Für uns bei B.A.U.M. Consult bleiben vor allem drei Eindrücke:
Lösungen entstehen im Dialog – nicht im Alleingang.
Nachhaltigkeit braucht substanzielle Grundlagen und verständliche Kommunikation.
Aus guten Impulsen werden dann konkrete Veränderungen, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam weiterarbeiten.
